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Ostkrypta

Dieser einheitlich frühsalische Raum ist in seiner ursprünglichen Gestalt unverändert geblieben. Schon Erzbischof Bezelin wird ihn 1042 angelegt und Erzbischof Adalbert die Bauarbeiten fortgesetzt haben. Unter Erzbischof Liemar (+ 1101) erhielt die Ostkrypta ihre endgültige Gestalt. Im Zuge der zweiten großen Domrestaurierung fand der Altar 1984 seinen Platz wieder am ursprünglichen Ort - direkt unter dem Altar des Hochchors im Dom – im von vier romanischen Säulen getragenen Mitteljoch der Ostkrypta.

Besondere Beachtung verdienen die Kapitelle der Säulen im Altarbereich. Heidnisch/germanische Symbole wie der Fenrisswolf, die Midgardschlange sind hier vermutlich dargestellt. Blüten- und Blumenmotive ergänzen das Bildprogramm. An anderer Stelle sind Pentagramm und Maske zu finden. Die mit einem Schachbrettmuster versehenen Kämpfer lassen auf lombardischen Einfluss schließen.

Die von dem Bildhauer Ernst Gorsemann 1939 geschaffene Grabplatte für Erzbischof Adalbert (1043 – 1072) im Westteil der Krypta erinnert an den 1043 zum Erzbischof von Hamburg-Bremen geweihten Adalbert von Goseck, einen Mann von äußerst markantem Charakter, dessen Leben von grandiosem und tiefem Scheitern geprägt war.

Seit einigen Jahren hat die Domgemeinde in der Ostkrypta den "Raum der Stille" geschaffen, der zu Ruhe, Einkehr und Gebet einlädt.

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Das Gewölbe der Ostkrypta
Das Gewölbe der Ostkrypta
Die Grabplatte Adalberts in der Ostkrypta
Die Grabplatte Adalberts in der Ostkrypta