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Gewaltschutz
 Hilfe finden 

Die Dom-Gemeinde möchte ein Ort sein, an dem sich alle Menschen gleichermaßen angenommen und sicher fühlen können. Egal ob Mitglieder oder Gäste, Jüngere oder Ältere: Wir verpflichten uns auf einen achtsamen Umgang miteinander und auf Einhaltung der Regeln, die wir uns gegeben haben und die wir in einem ständigen Prozeß überprüfen und weiter entwickeln.

Alle Aktiven der Gemeinde unterschreiben hierzu verbindlich unseren >>Ethik-Kodex und erhalten eine Schulung zum Thema Gewalt- und Missbrauchsschutz von Kindern, Jugendlichen, Senioren, aber auch aller anderen Menschen. Denn jeder ist verletztlich und angreifbar,
nicht nur körperlich, sondern auch verbal und atmosphärisch; einen vertrauenswürdigen Gewaltschutz aufzubauen ist unser Ziel.

In der Vergangenheit ist es, auch in unserer Gemeinde, zu missbräuchlichen Grenzverletzungen durch den Domprediger Günter Abramzik gekommen; wir sind mit der Aufarbeitung dieser Geschehnisse weiterhin beschäftigt.

Eine Arbeitsgruppe des >>Konvents hat sich zur Aufgabe gemacht, kontinuierlich und mit Beratung durch die BEK-Präventionsbeauftragte das Gewaltschutzkonzept unserer Gemeinde breiter aufzustellen. Gemeinsam mit der BEK haben wir eine Aufnahme des Falles in die „ForuM-Studie“ beantragt: der unabhängige Forschungsverbund hatte das Ziel, eine Analyse evangelischer Kirchen-Strukturen und systemischer Bedingungen vorzulegen, die (sexualisierte) Gewalt und Missbrauch von Macht begünstigen. Auch in Bremen wurden durch das Münchner Institut für Praxisforschung und Projektberatung IPP zahlreiche Interviews geführt und die Perspektiven Betroffener erforscht.

Uns war wichtig, dass wir aus den Ergebnissen Handlungsmöglichkeiten gewinnen können, die verhindern, dass sich Missbrauch in unserer Gemeinde wiederholt.

Am 18. März 2022 hielt BEK-Schriftführer Dr. Kuschnerus im Dom die Predigt:
>> „Deckt auf die Taten der Finsternis“
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Im Gottesdienst brachten wir unsere Bekenntnisse ins Gebet:

"Ein von vielen geschätzter und angesehener Pastor unserer Gemeinde ist schuldig geworden. Er hat das ihm entgegen gebrachte Vertrauen von Menschen missbraucht. Lange blieb das ungesagt. Manchen in unserer Mitte hat dies verstört. Manchen verunsichert es, Pastor Günter Abramzik in einem anderen Licht sehen zu müssen. Nicht nur das Ansehen eines Seelsorgers im Dienst der Kirche hat Schaden genommen. Ein Schatten fällt auch auf die gesamte Gemeinde und ihre Glaubwürdigkeit im Ringen um das christliche Zeugnis."

"Wir sind beschämt über das, was in unserer Mitte geschehen konnte. Wir fragen und suchen nach Erklärungen, wie es geschehen konnte. Warum haben wir es so lange nicht wahrgenommen? Warum haben wir die schutzlos gelassen, die unseren Beistand gebraucht hätten?"

"Schweigen macht nichts wieder gut - und wer verstummt, bleibt allein mit seiner Last. „Nur die Wahrheit macht Euch frei“, sagt Jesus. Darum wollen wir nicht schweigen, sondern reden: über erlittenes Leid und über Schuld. So schwer es auch fällt, und so sehr es schmerzt."

Immer wieder begleitet das Thema unsere Gemeinde in Gesprächen und Predigten, die aktuellste steht zum Nachlesen >>HIER.

Wir bitten Personen, die damals oder heute von übergriffigen Erlebnissen betroffen sind,
sich bei uns oder einer unabhängigen Beratungsstelle zu melden!

Bei Fragen oder Gesprächsbedarf stehen Ihnen Pastor Henner Flügger und das Dompredigerteam jederzeit zur Verfügung.

Weitere Informationen und Unterstützungsangebote der Bremischen Evangelischen Kirche finden Sie
>> unter diesem Link
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